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In der Not noch das Konto geschont

Insbesondere bei starken Wassereinbrüchen und schwierigen baulichen Gegebenheiten erfordern Kanalsanierungsprojekte in urbanen Gebieten innovative und wirtschaftliche Lösungen. Die Stadt Bielefeld demonstrierte jüngst eindrucksvoll, wie durch den Einsatz bewährter und moderner Injektionstechnik eine nachhaltige Kanalsanierung realisiert werden konnte.

Stutzensanierung in Bielefeld: In der Not noch das Konto geschont
Eingebrochene Straße | Foto: Hermes Technologie

In der Bielefelder Innenstadt wurde bereits frühzeitig ein Rohrbruch dokumentiert. Um den Schaden zu beheben, entschied sich die Stadt für eine Reparatur mit einem Kurzliner. Diese grabenlose Technik sollte den Schaden schnell und kostengünstig beseitigen.

Mitte des Jahres, am 17. Juli 2024, erhielt der Umweltbetrieb die Meldung, dass es in derselben Straße zu einem Straßeneinbruch gekommen war. Die umgehende TV-Sonderuntersuchung vom Umweltbetrieb zeigte, dass sich der im Jahr 2016 verbaute Kurzliner vollständig vom Rohr gelöst hatte und durch den Rohrbruch zusätzlich Unmengen an Grundwasser in den Schmutzwasserkanal infiltriert wurden.

Injektionstechnik gegen Wasserinfiltration

Wasserinfiltration vor Hohlraumverpressung | Foto: Hermes Technologie
Wasserinfiltration vor Hohlraumverpressung | Foto: Hermes Technologie

Eine offene Bauweise wurde zwar in Erwägung gezogen, jedoch aufgrund mehrerer Faktoren verworfen:

  1. Regenwasserleitung: Eine darüber verlaufende Regenwasserleitung (DN 500) hätte eine aufwändige und teure Wasserhaltung erfordert.
  2. Versorgungsleitungen: Der Schadensbereich war mit diversen Versorgungsleitungen durchzogen.
  3. Grundwasserstand: Bereits 1,80 Meter unter der Straßenoberfläche stand das Grundwasser, was eine zusätzliche Herausforderung für eine offene Bauweise darstellte.

Auch alternative grabenlose Sanierungstechniken erwiesen sich als ungeeignet. Der Einsatz einer Manschette hätte den Hohlraum unverändert gelassen, ein weiterer Kurzliner wäre aufgrund der starken Wasserinfiltration ebenfalls nur eine kurzfristige Lösung gewesen, und eine Harzverpressung kam aufgrund der hohen Grundwasserzuflüsse nicht infrage.

In dieser schwierigen Situation erinnerte sich die Stadt an eine Präsentation des Außendienstlers von Hermes Technologie, der die Injektionstechnik mit mineralischem WW-Mörtel, speziell dem Ergelit-Kanaltec iS, vorgestellt hatte. Dieser hoch thixotrope, zementgebundene Injektionsmörtel überzeugt im Kanal durch seine Schwundfreiheit, Korrosionsbeständigkeit und hohe Klebekraft. Er ist prädestiniert bei starken Wassereinbrüchen. Neben der Stabilisierung der gefrästen Ringnut füllt das Material Hohlräume vollständig auf und bindet das Alt-Rohr-Bodensystem zuverlässig.

Schalungsschild | Foto: Hermes Technologie
Schalungsschild | Foto: Hermes Technologie

Die Sanierungsarbeiten wurden von der Firma Ditom durchgeführt. Der Prozess gliederte sich in folgende Schritte:

  • Vorbereitung: Die Schadstelle wurde mit einem zentrisch fahrenden Fräsroboter vorbereitet.
  • Hohlraumverfüllung: Der WW-Mörtel wurde mittels eines Kanaltec 4.0-Schalungsystems eingebracht. Über das intuitive Steuerpult und die integrierte Kameraüberwachung konnte die Verpressung kontrolliert durchgeführt werden. Durch die in die Schadstelle eingebrachten 140 Kilogramm Ergelit-Kanaltec iS wurde die Schadstelle weitestgehend verfüllt.

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Das System erwies sich als ideal für die Anforderungen: Es ermöglicht Sanierungen von Schächten aus ohne Querschnittsreduzierung im Hauptkanal. Eine zusätzliche Wasserhaltung war durch die schnelle Aushärtungszeit von 30 bis 45 Minuten nicht erforderlich.

Mit einer Rüstzeit von nur 20 Minuten und einer schnellen Aushärtung konnte die Sanierung zügig abgeschlossen werden. Die Sanierung wurde vollständig grabenlos ausgeführt, was Verkehrsbehinderungen und die Beeinträchtigung der Infrastruktur minimierte. Im Vergleich zur offenen Bauweise konnte die Stadt erhebliche Einsparungen erzielen. Während die Kosten einer offenen Bauweise im oberen Bereich eines vierstelligen Betrags geschätzt wurden, lagen die Kosten der gewählten Lösung im unteren Drittel desselben Betragsbereichs.

Nach der Sanierung | Foto: Hermes Technologie
Nach der Sanierung | Foto: Hermes Technologie

Quelle: Hermes Technologie


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