E-Power Pipe

Das E-Power Pipe-Verfahren mit eigens entwickelter Maschinentechnik dient zur wirtschaftlichen Verlegung von Kabelschutzrohren.

E-Power Pipe
E-Power Pipe

E-Power Pipe ist ein von Herrenknecht speziell für die grabenlose Verlegung von Erdkabeln im Höchstspannungsübertragungsnetz entwickeltes Verfahren.

E-Power Pipe ermöglicht die grabenlose Verlegung von Erdkabeln in geringer Tiefenlage von 1,5 bis 4 Metern über große Haltungslängen mit hoher Geschwindigkeit und Zielgenauigkeit.

Welche Technologie steckt dahinter?

E-Power Pipe basiert, ähnlich wie Direct Pipe für den Pipelinebau, auf dem Prinzip einer Mikrotunnelbohrmaschine mit Spülförderung. Bei E-Power Pipe handelt es sich um eine modifizierte Anlage vom Typ AVN 400. Um mit dieser Technik die von den Stromnetzbetreibern geforderten Haltungslängen von 1.000 oder gar 1.500 Metern realisieren zu können, wird für den Transport des an der Ortsbrust abgebauten und verflüssigten Bodens durch die Förderleitungen mit den konstruktionsbedingt kleinen Durchmessern eine Strahlpumpe genutzt. Dieses Pumpenprinzip ermöglicht es, mit geringem technischem Aufwand und hohen Drücken die Materialförderung über die gewünschten Distanzen sicherzustellen.

Das zweite technische Herzstück des Systems sind die 9 Meter langen wiederverwendbaren Stahlvortriebsrohre. Sie dienen nicht nur zur Übertragung der Vortriebskräfte. In den Rohren sind alle Ver- und Entsorgungsleitungen für die Maschine so installiert, dass sie sich allein mit Zusammenstecken und Verschrauben schnell und unkompliziert verbinden lassen.


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Grabenlose Verlegung von Erdkabeln: E-Power Pipe kombiniert Verfahrenselemente des HDD und des Microtunneling und erfüllt die Anforderungen der Stromnetzbetreiber an die Erdverlegung von Höchstspannungsleitungen. Bild: Herrenknecht
Grabenlose Verlegung von Erdkabeln: E-Power Pipe kombiniert Verfahrenselemente des HDD und des Microtunneling und erfüllt die Anforderungen der Stromnetzbetreiber an die Erdverlegung von Höchstspannungsleitungen. Bild: Herrenknecht

Warum ist E-Power Pipe wirtschaftlich?

Die Verlegung des Kabelschutzrohres aus HDPE kombiniert Verfahrenselemente des HDD-Verfahrens und des Microtunneling. Zunächst wird mit den Vortriebsrohren aus Stahl eine Pilotbohrung bis zur Zielbaugrube erstellt. Dort wird die Vortriebsmaschine geborgen und der Pressenrahmen in der Startgrube um 180 Grad gedreht. Nach dem Ankoppeln des HDPE-Rohres an das Stahlrohr erfolgen der Einzug des Hüllrohres und das Bergen der Stahlrohre in der Startgrube.

Bei Herrenknecht hält man Vortriebsgeschwindigkeiten von 10 Metern pro Stunde – inklusive der Kopplungsvorgänge – für realistisch. Für die Vermessung des Vortriebes wird das in der Horizontalbohrtechnik etablierte Para Track-System mit einem in der Vortriebsmaschine installierten Kreiselkompass kombiniert.

In der hohen Verlegegeschwindigkeit steckt der entscheidende Schlüssel für die Wirtschaftlichkeit von E-Power Pipe. Als Orientierung dienen hier die Kosten für die Verlegung im offenen Graben.

In die AVNS 400 sind eine Strahlpumpe und ein Hydraulikaggregat mit einer Leistung von 22 kW integriert. Mit dieser Technik sind nach Überzeugung der Entwickler Vortriebslängen bis zu 1500 Metern möglich. Bild: Herrenknecht
In die AVNS 400 sind eine Strahlpumpe und ein Hydraulikaggregat mit einer Leistung von 22 kW integriert. Mit dieser Technik sind nach Überzeugung der Entwickler Vortriebslängen bis zu 1500 Metern möglich. Bild: Herrenknecht

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