Fortsetzung: Spezial-Schulung

eForms – das müssen Sie wissen für 2024

Aufgrund der regen Nachfrage setzen wir unsere Schulungsreihe zum Thema eForms im neuen Jahr fort.
Hiermit möchten wir Ihnen die Möglichkeit bieten, sich auf Ihre nächste europaweite Ausschreibung mit B_I eVergabe optimal vorzubereiten.

Zum Anmeldeformular

Es ist so weit: Kommunikation in EU-Vergabeverfahren jetzt nur noch elektronisch

Für alle EU-Vergabeverfahren, die morgen beginnen, gilt die Pflicht zur durchgängigen elektronischen Kommunikation. Damit sind bei allen Ausschreibungen, deren Auftragswerte die EU-Schwellenwerte überschreiten, nur noch elektronische Angebote zulässig und der Informationsaustausch im Vergabeverfahren muss elektronisch laufen.

Es ist so weit: Kommunikation in EU-Vergabeverfahren jetzt nur noch elektronisch
Es ist so weit: Kommunikation in EU-Vergabeverfahren jetzt nur noch elektronisch

Es ist so weit: Am 18. Oktober 2018 läuft die letzte Übergangsfrist zur Umsetzung der EU-Vergaberechtsreform 2016 endgültig ab (§ 81 VgV, § 23 EU VOB/A).

Damit gilt für alle Vergaben mit einem Auftragswert oberhalb der EU-Schwellenwerte (EU-Vergaben), die ab 19. Oktober starten: Öffentliche Auftraggeber dürfen grundsätzlich nur noch Angebote, Teilnahmeanträge und Interessensbestätigungen berücksichtigen, die auf elektronischem Wege übermittelt wurden. Außerdem sind Auftraggeber und Unternehmen verpflichtet, im Vergabeverfahren in der Regel nur noch elektronisch miteinander zu kommunizieren.

Für Zentrale Beschaffungsstellen gilt die Pflicht zur elektronischen Kommunikation schon seit 19. April 2017

Nur in wenigen Ausnahmefällen darf von der Verpflichtung zur elektronischen Kommunikation abgewichen werden (s. § 53 Abs. 2, 4 VgV).

Wie weit geht die Pflicht zur elektronischen Kommunikation?

Auftraggeber und Unternehmen sind während des gesamten Vergabeverfahrens zur elektronischen Kommunikation verpflichtet - vom Beginn bis zum Ende des Verfahrens.

Das EU-Vergabeverfahren beginnt

Das Vergabeverfahren endet

Der Auftraggeber nutzt die Vergabelösung seiner Wahl. Will ein Unternehmen an den Vergaben eines öffentlichen Auftraggebers teilnehmen, muss es mit der Vergabelösung arbeiten, die von diesem gewählt wurde.

Ab 19.10.2018 müssen öffentliche Auftraggeber nicht mehr nur ihre Bekanntmachungen und Vergabeunterlagen elektronisch bereitstellen. Mit diesem Stichtag dürfen sie - von wenigen begründeten Ausnahmefällen abgesehen – grundsätzlich auch nur noch elektronische Angebote und Teilnahmeanträge annehmen. Im Gegenzug müssen die Bewerber bzw. Bieter ihre Angebote und Teilnahmeanträge in elektronischer Form über die vorgeschriebene eVergabe-Lösung abgeben.

Sie suchen Aufträge für Ihre Firma?

Finden Sie jetzt Aufträge in ganz Deutschland.

Aber auch die weitere Kommunikation im Vergabeverfahren, z.B. Bieterfragen und die Antworten darauf, die Nachforderung und Nachlieferung fehlender Unterlagen oder Informationen zur Aufklärung des Angebotsinhalts, ist nun in der Regel über das jeweilige Vergabesystem abzuwickeln.

Wie Auftraggeber und Unternehmen ihre internen Arbeitsabläufe gestalten, bleibt nach wie vor ihnen überlassen. So sind die öffentlichen Auftraggeber auch durch das neue Vergaberecht nicht dazu verpflichtet, die eingegangenen Angebote und Teilnahmeanträge digital zu verarbeiten und auszuwerten oder die Vergabedokumentation mit Hilfe elektronischer Mittel zu erstellen. Auch die Archivierung muss nicht elektronisch gestützt erfolgen. (siehe Erläuterungen zu § 9 Abs. 1 VgV).

Auch vor und nach dem Vergabeverfahren besteht keine Pflicht zur elektronischen Kommunikation. Nach Abschluss der Vergabe ist lediglich noch die Vergabebekanntmachung (Bekanntmachung vergebener Aufträge) auf elektronischem Weg an das Amt für Veröffentlichungen der EU zu senden.

Mündliche Kommunikation

Die Kommunikation im Vergabeverfahren, insbesondere wenn sie Vergabeunterlagen, Teilnahmeanträge, Interessensbestätigungen oder die Angebote betrifft, hat grundsätzlich mit elektronischen Mitteln zu erfolgen.

In bestimmten Fällen ist auch die mündliche Kommunikation zwischen Vergabestelle und Unternehmen zulässig. Mündlich geklärt werden können z.B. technische Fragen zur Vergabeplattform, organisatorische Fragen zum Verfahren, Probleme beim Umgang mit der Vergabeplattform oder Fragen zur Aufklärung bzw. Beseitigung technischer Schwierigkeiten. Wichtig ist, dass die mündliche Kommunikation von der Vergabestelle umfassend dokumentiert wird.

Registrierung

Interessierten Bürgern oder Unternehmen muss es möglich sein, ohne Einschränkung und ohne vorherige Registrierung auf die Bekanntmachungen und die Vergabeunterlagen eines Vergabeverfahrens zuzugreifen.

Erst für weitere Aktivitäten - z.B. um Bewerber- bzw. Bieterfragen zu stellen oder Teilnahmeanträge, Interessensbestätigungen oder Angebote abzugeben - kann der öffentliche Auftraggeber eine Registrierung verlangen.

1
2
3

Für welche Leistungsart interessieren Sie sich?

Bauleistungen