Brückenhochlauf kommt nicht in die Gänge
Der Brückenneubau in Deutschland kommt zu langsam voran. Obwohl der Bund einen „Brückenhochlauf“ angekündigt hatte, kommen weniger Ausschreibungen auf den Markt als versprochen, kritisiert die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB). Sie fordert, eine Infrastruktur-Notlage auszurufen.
Das Mischen wird digital
Zum Jubiläum präsentiert Collomix die komplett neue Rührwerksreihe XQ mit neuen Antrieben, digitaler Display-Steuerung und hoher Geräuschreduktion.
Zu wenig Brückenbauten ausgeschrieben
Doch die Bundesregierung kommt bei diesem Thema nicht in die Gänge, kritisiert die BVMB. Es seien bislang deutlich weniger Ausschreibungen auf den Markt gekommen als versprochen, so BVMB-Präsident Martin Steinbrecher. Nach den „vollmundigen Ankündigungen“ habe sich die Bauwirtschaft auf einen Auftragshochlauf eingestellt und entsprechende Kapazitäten geschaffen. Die würden jetzt aber nicht abgerufen. Zudem habe der Bundesrechnungshof dem Bundesverkehrsministerium erst kürzlich bescheinigt, dass die Autobahn GmbH des Bundes nicht in der Lage sein werde, das geplante Brückenmodernisierungsprogramm überhaupt einzuhalten, so Steinbrecher. Der Verfall der Autobahnbrücken könne so auf absehbare Zeit nicht gestoppt werden, die Folge seien weitere Brückensperrungen.
Dagegen helfe nur eine bessere personelle Ausstattung der Planungs- und Genehmigungsabteilungen. Die Bundesregierung müsse aber vor allem „endlich die Infrastrukturnotlage anerkennen“, forderte Steinbrecher. Für besonders dringliche Infrastrukturmaßnahmen sollte ein beschleunigtes Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie verringerte Anforderungen beispielsweise an Umweltverträglichkeitsprüfungen gelten.
Autobahn GmbH modernisiert zunächst große Brücken
Die Autobahn GmbH hält dagegen: Es sei nicht ausschließlich die reine Anzahl der sanierten Brücken entscheidend. Wichtig sei dagegen auch die modernisierte Brückenfläche als Zielgröße. Die 4.000 zu modernisierenden Brücken hätten zusammen eine Brückenfläche von 3,2 Millionen Quadratmetern – dies entspreche einer Fläche von knapp 450 Fußballfeldern. Aktuell würden wegen ihrer Dringlichkeit größere Brücken, vor allem Großbrücken mit Brückenlängen von mehreren Hundert Metern, prioritär modernisiert. Diese würden in der Umsetzung mehr Zeit beanspruchen, da der Arbeitsaufwand wegen ihrer Abmessungen höher sei als bei kleineren Brücken. Das werde sich aber in wenigen Jahren ändern, so die Autobahn GmbH. Dann würden mehr kleine als größere Brücken modernisiert.
Im Bau kennen wir uns aus!
Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.
Gleich abonnieren!
Autobahn GmbH etabliert Brückenkompetenzzentrum
Allein im vergangenen Jahr seien an mehr als 1.000 Bauwerken des Brückenmodernisierungsprogramms gearbeitet worden, knapp 200 Brücken seien fertiggestellt, so die Autobahn GmbH. Eine Beschleunigung erhofft sich die Autobahn GmbH durch das Brückenkompetenzzentrum in ihrer Zentrale, das das Brückenmodernisierungsprogramm deutschlandweit steuern und im zweiten Quartal dieses Jahres seine Arbeit aufnehmen soll. Zudem seien die Niederlassungen der Autobahn GmbH angewiesen, sich voll auf die Brückenmodernisierung zu fokussieren.
Lesen Sie auch:
Neueste Beiträge:
Meistgelesene Artikel
Für welche Leistungsart interessieren Sie sich?
Bauleistungen
Dienstleistungen
Lieferleistungen
Top Bau-Themen:
Jetzt zum Newsletter anmelden:
Lesen Sie Nachrichten zu Bauwirtschaft und Baupolitik aus erster Hand. Plus: Hoch-, Tief- und Straßenbau.