Risiko Baustelle: Sicherheit beginnt beim Grundgerüst
Über 100.000 Arbeitsunfälle im Baugewerbe verdeutlichen: Sicherheit beginnt mit der Baustelleneinrichtung. Eine Studie zeigt, wie groß die Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Realität ist – und warum klare Logistik, sichere Höhenzugänge und verständliche Regeln entscheidend für den Arbeitsschutz sind.

Mit mehr als 100.000 meldepflichtigen Arbeitsunfällen im Jahr 2023 bleibt das Baugewerbe Spitzenreiter unter allen Branchen in Deutschland. Die häufigsten Ursachen sind Stürze von Leitern, Gerüsten oder Dächern. Fachleute betonen deshalb, dass Arbeitssicherheit nicht erst beim Tragen von Schutzausrüstung beginnt, sondern bereits bei der Einrichtung der Baustelle.
Wahrnehmung und Realität klaffen auseinander
Eine aktuelle Studie von Boels Rental zeigt, dass zwar 74 Prozent der Beschäftigten Zugang zu sicheren Hebebühnen oder Gerüsten haben, aber nur 41 Prozent die Baustelle insgesamt als sicher empfinden. Jeder Dritte hat sogar schon einmal einen Auftrag abgelehnt, weil die Sicherheitsvorkehrungen unzureichend waren.
Baustelleneinrichtung als Risiko- oder Schutzfaktor
Besonders gefürchtet sind herabfallende Gegenstände (33 Prozent) und Stürze aus der Höhe (31 Prozent). Viele dieser Risiken lassen sich durch eine systematische Baustelleneinrichtung verringern: klare Verkehrswege, stabile Lagerflächen, Absturzsicherungen und eine eindeutige Trennung von Arbeits- und Materialbereichen. Zur Baustelleneinrichtung zählen heute nicht nur Bauzäune oder Container, sondern die gesamte Logistik – von Strom- und Wasserversorgung über Zugangswege bis hin zu Sicherheitskonzepten.

Kommunikation und Verständlichkeit
Mehr als die Hälfte der Befragten fordert Sicherheitsanweisungen in mehreren Sprachen. Damit wird deutlich: Verständliche Kommunikation ist Teil der Baustelleneinrichtung. Beschilderung, Hinweise und Einweisungen müssen so gestaltet sein, dass sie alle Beschäftigten auf der Baustelle erreichen – unabhängig von Herkunft oder Qualifikation.
Höhenarbeiten im Fokus
Arbeiten in der Höhe zählen zu den risikoreichsten Tätigkeiten. Um Unfällen vorzubeugen, setzt Boels Rental seit Mai 2025 als Fördermitglied der International Powered Access Federation (IPAF) auf strengere Standards und Schulungen. Dazu gehören praxisnahe Trainings, die nach internationalen Normen zertifiziert sind, und Virtual-Reality-Simulationen für Hubarbeitsbühnen. Neben technischen Lösungen gewinnt der Austausch von Sicherheitsdaten an Bedeutung: Boels liefert Unfallinformationen an die IPAF, die in Analysen und Präventionskampagnen einfließen. Ergänzend bietet das Unternehmen Weiterbildungen für Fachkräfte an.

Über Boels Rental
Boels Rental gehört zu den führenden Vermietungsunternehmen Europas. Mit mehr als 800 Standorten in 27 Ländern bietet das Unternehmen ein breites Spektrum an Maschinen, Geräten und Lösungen für Bauprojekte. Neben klassischer Vermietung umfasst das Angebot auch Baustelleneinrichtung, Service und Schulungen.
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