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„Er ist eine tolle Heckenpflanze"

Einerseits schätzen ihn Gartenbesitzer als immergrünen und schnellwüchsigen Sichtschutz, andererseits lehnen Gegner ihn als nicht heimischen und giftigen Billigbusch ab: Die Rede ist vom Kirschlorbeer. Ist die umstrittene Heckenpflanze nun eher Fluch oder Segen? Darüber spricht B_I galabau mit Frank Schoppa, Geschäftsführer des Verbandes deutscher Baumschulen in Schleswig-Holstein.

Experte: Kirschlorbeer besser als sein Ruf
Eine beliebte Heckenpflanze, die aber auch viele Gartenbesitzer und Experten kritisch sehen: Kirschlorbeer. | Foto: AdobeStock

Was spricht für oder gegen Kirschlorbeer?

Frank Schoppa: Für den Kirschlorbeer spricht doch einiges, weshalb er eben auch beliebt ist. Er ist schnellwachsend, immergrün und blickdicht, eignet sich als lebendiger Sichtschutz und ist einfach zu schneiden. Außerdem ist Kirchlorbeer winterhart. Er ist eine tolle Heckenpflanze, die Sauerstoff produziert, Feinstaub aus der Luft filtert und Kohlendioxid bindet. Sein dichter Wuchs bietet Vögeln einen sicheren Nistplatz. Nektarien auf den Blattunterseiten dienen als Nahrungsquellen für Insekten. Blüte und Frucht sind eine Nahrungsquelle für Vögel und Insekten.

Wenn im Garten bereits Kirschlorbeer wächst, sollte dieser entfernt werden?

Schoppa: Bloß nicht! Warum? Es kommt bei der Gehölzauswahl im Garten auf die Funktion an, die das Gehölz erfüllen soll. Gärten sind unsere Refugien im besiedelten Raum, keine freie Landschaft und auch keine Naturschutzgebiete. Wer Probleme damit hat, kann gezielt Insekten- und Vogelnährgehölze einmischen und so mehr für die Biodiversität tun.

Dr. Frank Schoppa ist studierter Diplom-Forstwirt, Assessor des Forstdienstes und Geschäftsführer beim Bund deutscher Baumschulen (BdB) Schleswig-Holstein. | Foto: BdB SH
Dr. Frank Schoppa ist studierter Diplom-Forstwirt, Assessor des Forstdienstes und Geschäftsführer beim Bund deutscher Baumschulen (BdB) Schleswig-Holstein. | Foto: BdB SH

Kirschlorbeer

Die Pflanze ist pflegeleicht und immergrün, verträgt selbst trockene Sommer. Der Kirschlorbeer (auch Lorbeerkirsche) stammt aus Klein- und Vorderasien, das natürliche Verbreitungsgebiet reicht bis zum Balkan. Der Zierstrauch gilt als anspruchslos, robust gegen Schädlingsbefall und bietet das ganze Jahr über Sichtschutz. Allerdings ist die Pflanze giftig. Zudem sehen Kritiker die Gefahr, dass Kirschlorbeer heimische Pflanzen verdrängt. In der Schweiz ist das Verkaufen, Verschenken und Importieren von Kirschlorbeer seit dem vergangenen Jahr verboten.

Welche Alternativen gibt es?

Schoppa: Thuja und Chamaecyparis sowie Taxus (Koniferen/Immergrüne), Rotbuche, Hainbuche und Eiche als Laubgehölze.

Gedeiht die grüne Branche?

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Sind Sie für ein Verbot von Kirschlorbeer wie in der Schweiz?

Schoppa: Nein. Verbot erst dann, wenn die Europäische Union dies in ihrer Liste invasiver Arten aufgenommen hat.

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