Betonmischer in die Luft geflogen
Bei der Generalsanierung der Festung Marienberg in Würzburg ist ein Betonmischer buchstäblich in die Luft gegangen. Der Grund war allerdings keine Explosion. Für die Betonage der Fundamente musste das Gerät den Luftweg nehmen – es passte schlicht nicht durchs Tor.
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Wie der Betonmischer über die Mauer flog
Um die rund 12 Meter hohe Mauer zu überwinden, musste der Kran ran. Mit ausreichend Absperrungen in seinem Schwenkbereich hievte er die leere Betonmischtrommel vom Lkw ins Innere der Festungsanlage. Inzwischen fuhr der entladene Lkw durchs Tor, so dass er parat stand und die Mischtrommel innen wieder aufnehmen konnte. Anschließend konnte der Mischtrommelbehälter über die Mauer hinweg von einer Autobetonpumpe befüllt werden. Damit war der Beton aber immer noch nicht dort, wo er eingebaut werden sollte.
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Der wieder zusammengesetzte Fahrmischer musste im Inneren der Festungsanlage zu einer zweiten Festungsmauer fahren, ein Weg von 300 Metern. Dort stand eine weitere Betonpumpe, die den Beton über die innere Mauer dann endlich zum Verarbeitungsort leitete.
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Eingeflogen: Baudenkmal erhält nachhaltigen Beton
Zum Einsatz kam bei den Fundamenten der Festung ein Beton mit einem reduzierten CO2-Fußabdruck und rezyklierter Gesteinskörnung von Heidelberg Materials. Der „EcoCrete 50 R“ hat einen Recyclingmaterial-Anteil von rund 30 Prozent und wird mit einem CO2-optimierten Zement hergestellt. So lässt sich laut Hersteller der CO2-Fußabdruck, gemessen am Branchenreferenzwert, um die Hälfte reduzieren. Insgesamt wurden bis Ende 2022 rund 500 Kubikmeter dieses Betons bei der Festung Marienberg eingebaut.
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