Das ist neu im Wärmebrücken-Beiblatt

Das Wärmebrücken-Beiblatt der DIN 4108 ist im Juni neu erschienen. Das Beiblatt 2 enthält Regelungen für den exakten Einbau von Dämmstoffen und wurde grundlegend überarbeitet und erweitert. Was sich gegenüber dem Vorgänger aus dem Jahr 2006 geändert hat, erläutert Prof. Dr. Martin H. Spitzner.

Die DIN 4108 Beiblatt 2 zeigt Planungsbeispiele zur Verminderung von Wärmebrückenwirkungen, und es werden Prinzipien von Anschlussdetails aus dem Hochbau dargestellt. Seine Überarbeitung war notwendig wegen der Entwicklung des Wärmeschutzes im Bauwesen. So wurden im Lauf der Zeit immer mehr Bauteile in den Wärmeschutz von Gebäuden einbezogen. Dämmstoffdicken wurden optimiert, neue Kenntnisse wurden gewonnen sowie Erfahrungen beim Dämmstoffeinbau unter Vermeidung von Wärmebrücken gemacht.

Dieser Entwicklung wird mit dem neuen Wärmebrücken-Beiblatt, der DIN 4108 Beiblatt 2 entsprochen. Der Normungsausschuss NA 005-56-91 AA „Wärmetransport“ mit 25 Mitarbeitern zeichnet für die Änderungen im Wärmebrücken-Beiblatt verantwortlich. Obmann Prof. Dr. Martin H. Spitzner erklärt, warum der Vorgänger aus dem Jahr 2006 überholt war: „Grund ist, dass die Dämmdicken stärker sind als seinerzeit, sodass das bisherige Beiblatt bei den heutigen Dämmdicken an vielen Stellen nicht mehr im Gültigkeitsbereich war. Auch haben sich etliche Konstruktionen verändert, sodass manche Bauweisen in dem bisherigen Wärmbrücken-Beiblatt gar nicht abgebildet waren.“