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EU-Vergabereform: Ausschuss der Regionen fordert Bürokratieabbau

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) fordert in seiner aktuellen Stellungnahme (C/2026/2598) eine spürbare Vereinfachung der EU-Vergaberichtlinien für 2026. Im Fokus stehen weniger Bürokratie, höhere Schwellenwerte und ein leichterer Zugang für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Die geltenden Vergaberegeln von 2014 sind für kommunale und regionale Behörden zu komplex geworden und verursachen enormen Verwaltungsaufwand. Foto: Ralph  / Pixabay
Die geltenden Vergaberegeln von 2014 sind für kommunale und regionale Behörden zu komplex geworden und verursachen enormen Verwaltungsaufwand. Foto: Ralph / Pixabay

Im Vorfeld der anstehenden EU-Vergabereform 2026 hat der AdR daher konkrete Kernforderungen an die EU-Kommission formuliert, um die Praxis für Vergabestellen wieder handhabbar zu machen.

Höhere Schwellenwerte und leichtere Verfahren

Um die Verfahrensdauer zu verkürzen und Verwaltungen zu entlasten, plädiert der AdR für eine deutliche Anhebung der EU-Schwellenwerte. Kleinere Aufträge sollen so vom strengen europäischen Vergaberegime befreit werden. Zudem müssen die Regelungen insgesamt flexibler werden.

Besserer Marktzugang für KMU und Start-ups

Die stark formalisierten Richtlinien schrecken kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups zunehmend ab. Der Ausschuss fordert deshalb Vergaberegeln, die den Marktzugang für diese Unternehmen aktiv erleichtern und die grenzüberschreitende Beteiligung im europäischen Binnenmarkt stärken.

Freiwillige Nachhaltigkeit und „Made in Europe“

Soziale, ökologische und innovationsfördernde Kriterien bleiben wichtig, sollen für die Beschaffungsstellen aber auf freiwilliger Basis anwendbar sein. Sie dürfen die Verfahren nicht verkomplizieren. Für strategische Sektoren wie die Energie- und Verteidigungswirtschaft befürwortet der AdR zudem eine transparente „Made in Europe“-Präferenz.

Nutzerfreundliche Digitalisierung

Der Ausbau des E-Procurements wird unterstützt, darf aber keine neuen bürokratischen Lasten für Kommunen schaffen. Gefordert werden pragmatische digitale Prozesse und eine EU-weite Strategie, um das Vergabepersonal optimal zu schulen.

Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union | B_I MEDIEN


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