Neue Startup- und Scaleup-Strategie vom Bundeskabinett verabschiedet
Die Bundesregierung hat am 22. Juli 2026 eine umfassende Startup- und Scaleup-Strategie auf den Weg gebracht. Das Ziel des rund 150 Maßnahmen umfassenden Pakets ist es, die Rahmenbedingungen für junge, innovative Unternehmen von der Gründungs- bis zur Wachstumsphase spürbar zu verbessern. Im Fokus stehen dabei der Bürokratieabbau, die Mobilisierung von Wagniskapital und die Förderung von Schlüsseltechnologien.
Das Bundeskabinett hat eine neue Strategie zur Förderung von Startups und sogenannten Scaleups (stark wachsenden Jungunternehmen) beschlossen. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) mitteilt, soll durch bessere Rahmenbedingungen das Fundament für die nächste Generation deutscher Weltmarktführer gelegt werden. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche lobte den Beschluss als "echtes Gemeinschaftswerk" der verschiedenen Ministerien.
Die Strategie richtet sich auf den gesamten Lebenszyklus innovativer Unternehmen – von der anfänglichen Gründungsidee bis hin zur internationalen Skalierung.
Die drei Kernziele der Strategie im Überblick
Um den Standort Deutschland für innovative Geschäftsmodelle attraktiver zu machen, stützt sich der Beschluss auf drei zentrale Säulen:
- Gründungen erleichtern: Konsequenter Abbau bürokratischer Hürden und die direkte Förderung von Ausgründungen aus der Wissenschaft in die Praxis.
- Wachstum beschleunigen: Gezielte Mobilisierung von privatem sowie öffentlichem Wagniskapital, um die Finanzierungsbedingungen vor allem in der kritischen Wachstumsphase (Scaleup-Phase) zu verbessern.
- Innovationen im Inland halten: Verbesserter Transfer von der Forschung in marktfähige Geschäftsmodelle und das Setzen neuer Impulse für Zukunftstechnologien (z. B. Künstliche Intelligenz)
Fokus auf Zukunftstechnologien und Verteidigung
Neben den klassischen Zukunftsfeldern wie der Künstlichen Intelligenz weist die Strategie auch eine inhaltliche Neuerung auf: Erstmals nimmt die Bundesregierung explizit Startups aus dem Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in den strategischen Fokus.
Breite Beteiligung der Startup-Community
Der Strategieentwurf wurde nicht isoliert in den Ministerien verfasst, sondern in einem breiten Dialogprozess erarbeitet. Laut Ministeriumsangaben flossen in die Ausarbeitung der rund 150 Einzelmaßnahmen mehr als 300 schriftliche Stellungnahmen ein. Zudem wurden die Ergebnisse aus zehn Fachworkshops mit rund 200 Teilnehmenden der Startup-Community berücksichtigt.
Die Federführung für die Umsetzung der Maßnahmen ist auf verschiedene Bundesressorts aufgeteilt. Geplant ist, die Strategie noch in der laufenden Legislaturperiode vollständig umzusetzen. Um die Fortschritte transparent zu überprüfen, wird ein jährliches Monitoring etabliert.
🠮 Hier können Sie die Startup- und Scaleup Strategie der Bundesregierung nachlesen.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie | B_I MEDIEN
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